Gut Altenkamp Aschendorf

Das im Papenburger Stadtteil Aschendorf gelegene Gut Altenkamp zählt zu den bedeutendsten Beispielen barocker Guts- und Gartenarchitektur im nordwestdeutschen Raum. Seine Entstehung geht auf das Jahr 1723 zurück, als der emsländische Amtsdroste Hermann Anton Bernhard von Velen das Anwesen erwarb. Zwischen 1728 und 1732 ließ er das repräsentative Herrenhaus nach den Plänen des renommierten fürstbischöflich-münsterischen Hofbaumeisters Peter Pictorius dem Jüngeren errichten. Der zweigeschossige Backsteinbau diente fortan nicht nur als privater Landsitz, sondern auch als politisches Verwaltungszentrum des Amtes Aschendorf.

In der Gegenwart dient Gut Altenkamp als öffentlich zugängliches Kulturzentrum der Region. Das Herrenhaus fungiert als Ausstellungsforum für Kunstausstellungen sowie als stimmungsvoller Veranstaltungsort für Kammermusikkonzerte, Lesungen und Tagungen. Darüber hinaus wird das barocke Trauzimmer für standesamtliche Eheschließungen genutzt.

Der symmetrisch angelegten Barockgarten ist für jedermann ganzjährlich geöffnet. Die von einem Wassergraben umgebene Anlage ist vor allem für ihre über 200 Jahre alten und bis zu acht Meter hohen, exakt in Form geschnittenen Eibenhecken sowie ihre alten Spalierlindenalleen bekannt.

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